Geschäfts-
bericht

2021

Das Jahr 2021 in Kürze

Der Jahresbeginn fällt mit dem Inkrafttreten neuer Strassenverkehrsregeln zusammen: insbesondere ermöglichen sie es Personen ab 17 Jahren, einen Lernfahrausweis für Personenwagen zu erwerben, und ändern einzelne Motorradkategorien. Es wurde eine erhöhte Anzahl theoretischer und praktischer Prüfungen durchgeführt.

Der Grosse Rat hat im Februar das neue Gesetz über die Besteuerung der Motorfahrzeuge und Anhänger (BMfzAG) verabschiedet. Das Gesetz erforderte das ganze Jahr über umfangreiche Vorbereitungs-, Simulations- und Informationsaktivitäten.

Die COVID-19-Pandemie ist immer noch präsent. Die Gesundheit der Kundschaft und des Personals stand im Vordergrund. Die Pandemie hatte keine signifikanten Auswirkungen auf den Betrieb und die Geschäftstätigkeit, abgesehen von einem Anstieg zugunsten der individuellen motorisierten Mobilität.

Der Fahrzeugbestand ist um 2,4 % gestiegen. Der Schweizer Durchschnittswert liegt bei 1,7 %. Per 30. September 2021 waren 284’641 Fahrzeuge eingelöst, das entspricht 6’693 mehr als im Vorjahr. Die Immatrikulation von Neufahrzeugen stieg um 11,2 % (CH: +4 %).

Mehr als 88’600 technische Fahrzeugprüfungen wurden durchgeführt, das sind 9’000 Einheiten mehr als 2020. Alle Fahrzeuge wurden innerhalb der gesetzlichen Fristen kontrolliert.

Die Zufriedenheit der Kundschaft mit den Dienstleistungen des ASS ist weiterhin ausgezeichnet. M.I.S. Trend führte mit 480 Kundinnen und Kunden eine Online-Umfrage durch. 92 % der Befragten waren vollumfänglich oder sehr zufrieden – ein Rekordwert.

Die elektronische Rechnungsstellung stieg um 12 %. 24’854 Kundinnen und Kunden (2020: 22’257) haben dieses Angebot in Anspruch genommen, wodurch fast 53’000 Rechnungen weniger gedruckt werden mussten.

Der Betriebsertrag stieg um 8,5 % und belief sich auf 22,1 Millionen Franken; der Betriebsaufwand sank um 0,5 % auf 16,7 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis stieg um 1’812’910 Franken (+50,6 %).

Beträchtliche Mittel wurden für die Prävention im Strassenverkehr eingesetzt. Verschiedene Projekte im Bereich Gesundheit und Mobilität wurden unter der Federführung der EKSD, SJD und GSD mit insgesamt 231’315 Franken unterstützt. Diese Finanzierung wurde über den Fonds zur Unfallverhütung sichergestellt. Die neue Präventionsdienstleistung FriDriveplus.ch wurde im September lanciert. Sie ermöglicht Interessierten einen Kurs bei einer Fahrlehrerin oder bei einem Fahrlehrer sowohl auch beim Zentrum L-2 FR zu besuchen. Das ASS bezahlt 80 Franken der Kurskosten. 107 Personen haben vom Angebot profitiert.

Der Reingewinn beläuft sich auf rund 4,0 Millionen Franken. Der Staat erhielt einen jährlichen Beitrag von 2,8 Millionen Franken.

Im Auftrag des Staats nahm das ASS 115,6 Millionen Franken an Fahrzeug- und Schiffssteuern ein.